Heute Nacht standen schwarze Wolken über den Berg der Bären!
Wir trauern um „unseren JAFET“ ein harter Bursche mit großem Herzen!
Jafet war Helmuts Diensthund – nach dem vor kurzen Helmuts Liebling Cherokee gehen musste, mit dem sich Jafet immer die Einsätze teilte, war Jafet jeden Tag im Dienst. Er liebte es mit Helmut bewachen zu gehen. Jafet war gleich hinter Cherokee, Helmuts großer Schatten. Helmut hat viel Zeit investiert und aus ihn einen Traum Security Hund gemacht. Jafet liebte Helmut er machte alles für ihn, kletterte auf Leitern, sprang über Tore, hüpfte von LKW Ladefläche zu Ladefläche. Und rannte über Bretter die in 3 Meter Höhe lagen. Alle die ihn im Dienst kannten fürchteten ihn. Er war einfach der perfekte Diensthund, und er folgte Helmut aufs Wort, egal ob da eine Katze oder eine Hase am Gelände war ein Pfiff und Jafet stand neben ihn. Ich war so oft stolz auf die Beiden als ich mit im Nachtdienst war. Ich freute mich so als ich sah was sie für einen Spaß zusammen hatten, da durfte er nachts Mausi suchen und buddelte große Löcher auf der Wiese, er ist im dunklen durch den See geschwommen, rannte auf Befehl selbstständig seine Runden. Kletterte über Hürden und Hügel und war so stolz als er zeigte was er alles kann. Selbst beim Autofahren lag Jafet mit offener Heckklappe abrufbereit auf seinem Platz, und erst nach dem ihn Helmut das ok gab schoss er aus dem Auto. Er war so voller Energie, temperamentvoll, einfach ein Powerhund.
Jafet ist so liebend gerne geschwommen, und brachte alles was Herrli ins Wasser geschmissen hat wieder raus. Er zog sein Herrli am Floß und am Boot durch den See, er war unser Wasser Rettungs Hund. Er sprang für ihn vom Steg, alles was Helmut ihn zeigte machte er aus Begeisterung.
Beim Schlittenfahren war er einer der besten Leader, er war sehr kräftig und ausdauernd, er hat beim Hundeschlittenrennen mit Natumi im Sprint den 1.Platz gemacht.
Er fuhr mit einer Schulklasse Runde für Runde über den Trail, und rannte einfach sein Leben gerne. Am Hundewagen zog er so daß man nicht zum stehen kam, deshalb ist meistens Helmut mit ihn unterwegs gewesen, denn mich zog er mit Bremse weiter.
Jafet war ein Naturbursche, er war am allerliebsten draußen, ob es regnete oder schneite, er wollte immer das Gartentor im Blickfeld haben. Ein Wächter wie kein zweiter. Er hat immer alle Decken und Pölsterchen weggegraben und lag am liebsten am Fließenboden, eigentlich wartete er immer nur bis die Tür aufging und er raus durfte.
Er war Helmuts Bodyguard, er war seine Waffe und sein Knuddelbär.
Wenn Helmut nach dem Dienst beim Bäcker klopfte und für die Bären die Frühstückskipferl holte dann bekam er immer sein Pizzastück mit Schinken ohne Gewürze.
Jafet ist unseren Berg nachts in 9 Minuten hinaufgelaufen er gab sein Tempo selbst an, denn Helmut hat ihn mit dem Auto geleuchtet und ließ ihn vorlaufen, er war für sein Gewicht wirklich schnell.
Jetzt ist Jafet bei unseren Bären im Land der ewigen Weiten. Ich wünsche mir, dass es auf den Wiesen dort genug Mauslöcher gibt. Einen großen See, wo er mit Ugini um die Wette schwimmen kann. Und bestimmt gibt es einen großen Felsen von dem er herabschauen kann. Damit er sein Rudel wieder im Blick hat und alles überschauen kann.
Ich bin sehr traurig einen so wundervollen Hund in den besten Jahren verloren zu haben, er war erst 7! Er lebt in unseren Herzen weiter. In seiner Tochter Cochoumee sehen wir viel von ihm, er hat ein Stück von Ihm weitergegeben, und wir haben alle Hoffnung dass es bald Cochoumee Babys geben wird.
Helmut hat den Glauben verloren, zuerst sein Cherokee, jetzt noch sein Jafet, er versteht die Welt nicht mehr. Das neue Jahr hat für uns nicht gut begonnen. Die Zeit wird die Wunden heilen und es wird die Zeit kommen wo auch Helmut mit Stolz darüber sprechen kann, über den harten Burschen mit weicher Schale, über seinen Jafet – ich kann nur warten.
Wenn man so liebt, das man es nicht in Worte fassen kann und dann alles in kurzer Zeit hintereinander verliert, und einen der Schmerz auffrisst, was sagt man einen Menschen da?
Es wird besser werden?
Ich hoffe Ihr versteht dass unsere Tore eine Zeit lang verschlossen bleiben.
Jetzt stecken wir Beide erst mal den Kopf in den Sand, und sind ausschließlich nur für UNSERE BÄREN da.
Danke, Helmut und Petra und die 16 Bärlis



