Apatschi Thekoma du Val de Saynans
Als wir bei Yves in Frankreich waren, saßen da 2 Hündinnen im Zwinger eine schwarze und eine fauve sie waren schon 5 Monate alt und Yves sagte uns er hätte sie für die Zucht zurück behalten, er würde mir aber eine geben und ich könnte wählen. Helmut war gar nicht begeistert weil sie ja schon fast ein halbes Jahr alt waren. Ich ging in den Zwinger und sagte der zu mir kommt den nehm ich mit, die schwarze Hündin war weg, stand ganz im Eck des Zwingers und kam keinen Meter in meine Richtung, Apatschi kam zuerst auch nicht doch als ich mich umdrehte , stupste sie mich von hinten und sprang wieder weg, ich hockte mich hin, nahm den Blick weg und sagte wenn du dass noch Mal machst dann pack ich dich ein. Und Apatschi kam kriechend zu mir streckte sich das sie gaaanz lang wurde und stupste mich noch mal und sprang weg. Ich sagte zu Yves er soll die Papiere herrichten ich kauf sie. Helmut meinte sie sei der volle Hosenpfurts mit dem Hund kann ich niemals züchten, ich schaute sie an und war mir ganz sicher, dass ist Haltungsbedingt und nicht vererbbar! Sie hat einfach noch nicht viel von der Welt gesehen! Und oft ist das besser als sie machen in diesem Alter schlechte Erfahrungen. So saß Apatschi in unserem Dodge zwischen unseren Bären, auf den Weg nach Österreich. Cherokee zeigte ihr gleich das der Chefplatz vorne ihm gehört und sie sich in den hinteren Reihen aufhalten soll. Für Apatschi war es ein Spaziergang sie schaute sich vorsichtig alles an und probierte alle Liegeplätze aus. Mit den Hunden hatte sie kein Problem und legte sich schnell zu unseren dazu. Sie fühlte sich sofort wohl, in den Pausen wollte sie gar nicht aussteigen weil sie sich im Bus zuhause fühlte. Sie lag einmal dort einmal da und wanderte hin und her. Und es blieb bis zum Schluss so – Auto fahren ist das Allerschönste!!!
Frankreichreise – Chevy und Apatschi schlafen im Bus
Apatschi entwickelte sich zu einer Traumhündin! Es dauerte zwar ein bisschen länger weil uns die Prägephase fehlte aber sie schaute sich alles von meinen Bären ab und ich brauchte ihr nicht viel beizubringen. Ich bekam all die Liebe 100fach zurück es war wohl mein dankbarster Hund den ich je hatte. Sie freute sich über alles so extrem, wenn ich neue Bälle kaufte, haben die anderen 5 min. gequietscht und gespielt dann waren sie wieder uninteressant, Apatschi hat sie tagelang hin und her getragen und gespielt. Wenn ich Leckerlis austeilte dann haben einige meiner Bären sie verschmäht und meinten mh wir warten aufs Pansenstangerl die dort eingepackt am Tisch liegen die Keksi kannst selber essen, Apatschi freute sich über alles und war nie wählerisch, sie hätte nie ein Leckerli ausgespuckt nur weil was Besseres zu riechen war. Sie war dankbar für alles! Aber die meiste Freude machte man ihr wenn sie merkte der Bus wird eingeräumt und sie darf mit!

Die letzten Italien Reisen war sie leider nicht dabei, die Spaziergänge hätte sie nie mehr geschafft. Deswegen bin ich heil froh dass sie die letzten 14 Tage mit uns mit war, sie war so happy als ich sie in den Bus gehoben habe.
Wir haben 10 schöne Tage mit unserer Susi und ihrem Rudel verbracht, und waren mit 18 Bärlis im Wildcamp und haben an unserem Event gearbeitet. Apatschi war so glücklich mit dabei zu sein! Ich hatte in meinem Kopf einen Zahlen – wirr warr? Heute weiß ich warum! Ich habe Geburtstagstorte für alle Bärlis eingekauft, weil ich im Kopf hatte das Apatschi am10.06 Geburtstag hat, dann habe ich nachgeschaut und sah dass es ja erst der 06. 10 war! Doch wenn man Torte für 18 Bären in der Tasche hat muss man auch feiern, ob es einen Grund gibt oder nicht! So haben wir dann eben meinen Geburtstag gefeiert und die Hunde haben es sich schmecken lassen, so bekam Apatschi auch noch mal ihre geliebte Geburtstagstorte! Es sollte so sein!
Die Spaziergänge mit ihr waren kurz und langsam aber sie war dabei! Sie lag mit dem Rudel auf der Wiese und jeden Morgen gingen wir durch den Wald. Dann kam der Morgen als sie nicht mehr hoch kam, ich musste ihr helfen aufzustehen, und sie ging kraftlos und wacklig und fiel wieder um, wieder hab ich ihr hochgeholfen denn sie wollte mit, ich sagte Apatschi warte da wir kommen gleich wieder, sie sah uns gehen stand beim Bus und überlegte, dann tummelte sie sich mit all ihrer Kraft, sie wollte mit! Wir haben auf sie gewartet, doch nach 200m war ihre Kraft zu Ende. Wir machten 2 Mal Pause bis wir wieder retour waren. Der Tierarzt sagte mir dann dass sie schon Lähmungserscheinungen hat und warum sie sich so schwer tat beim Kot absetzen, sie hatte ein Gewächs im Ausgang. Ich wusste also dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende geht. Doch ich hätte niemals gerechnet dass es so schnell gehen würde! Sie konnte nicht mehr aufstehen, hat geheult beim Haufi machen weil sie sich so anstrengen musste, die Schmerzmittel haben wohl immer mehr an Wirkung verloren und dann hat sie aufgehört zu fressen und zu trinken ich wusste jetzt ist die Zeit gekommen. Es war der Donnerstagabend wo ich schon daran gedacht habe zum Tierarzt zu fahren, doch dann hatte sie wieder Interesse an allem was rund um ihr passierte sie bellte mit den Hunden mit weil sie was hörten und sie schaute immer wo ich bin, dann nahm sie noch Butterkeksi und Frankfurter und ich sagte ok, einen Tag noch! Doch die Nacht war die Hölle! Sie wollte sich entleeren und irgendwie ging nichts mehr durch, ich saß neben ihr und sagte ihr dass es ok ist wenn sie geht, und ich betete dass sie sterben kann, und wünschte mir so sehr dass sie für immer einschlafen kann. Sie hat dann immer wieder 3 Stunden geschlafen dann wachte sie wieder auf und zitterte. Bis jetzt habe ich immer um Leben gefleht ich hätte mir nie gedacht dass ich einmal in meinen Leben bitten werde dass ein Hund sterben darf. Ich habe es nicht mehr ertragen, zu zusehen wie es ihr ging, ich wusste nicht wie gut die Schmerzmittel wirken, ob sie Schmerzen hat oder nicht, ob es nur die Nerven sind? Am Freitagmorgen fuhren wir zu Dr. Kröll es war die schwerste Fahrt und die ärgste Entscheidung die ich treffen musste, ich habe noch nie einen Hund einschläfern müssen! Und ich habe mich dafür entschuldigt dass ich es tun muss, ich sagte zu ihr uhuhu mein Uhu, „C’est bien“ – es wird alles gut, Cherokee und Apache wird da sein und mein Himmelrudel wird dich empfangen! Wir sehen uns wieder!
Und ich schickte sie auf die Reise, ich war es ….. das war hart! Sie wäre gerne noch geblieben dass weiß ich, ihr Körper konnte nicht mehr.
Die erste Autofahrt mit uns zu uns – und nach fast 13 Jahren die letzte Fahrt mit uns von uns in ihrem geliebten fahrenden Zuhause. Es tut mir so unendlich leid!
Du fehlst uns so sehr! Keiner der mich mehr stupst, mir das Hasenbrot vom Heizkörber stiehlt, und uhu uhu singt. Du warst dein Leben lang immer die erste im Auto, mitfahren!!! Das war das wichtigste egal wohin es ging! Nun hast du doch viel von der Welt gesehen, hast mit uns viele Reisen gemacht und uns fast 13 Jahre lang begleitet, Danke dass wir diese wundervolle Zeit mit dir verbringen durften! Du warst die beste Mama für all unsere Welpen ob es deine waren oder die der anderen, du hattest sogar mit Milch ausgeholfen als du selbst keine Babys hattest.
Apatschi hilft Opitou mit den vielen Welpen
Warst für Hasen, Katzen und alles was klein ist immer liebevoll und vorsichtig. Meine Stupsmaus du bist einzigartig und in unseren Herzen wirst du immer weiter leben! Danke für die wundervollen Kinder sie haben so viel von Dir!
Helmut erzählte gestern die Geschichte als du im Wachdienst nach der Kontrollrunde wieder mal die erste im Auto sein wolltest und im Dunklen in die geschlossene Boxtür gesprungen bist, du hast die Holztür verbogen und das Gitter rausgerissen aber du hast es geschafft dass du drinnen gesessen bist. Mit dem Kopf durch die Wand, wenn du was wolltest! Mein Uhu eben! Ich liebe dich so sehr es tut so weh dich nicht mehr bei uns zu haben! Bis an den Tag an dem wir uns wieder sehen… wünsche ich dir den schönsten See wo du mit meinen Bären schwimmen kannst jeden Tag Geburtstagstorten mit Leberstreichwurst und Frankfurter und Bälle die Quietschen. Und Frühstückskipferl die auf der Wiese wachsen! Ich hoffe so sehr das Yves bei dir ist damit er sieht was für tolle Hündin du geworden bist! Danke Yves für den wundervollen Hund! Die ersten Worte die wir in Französisch gelernt haben die Apatschi kannte „C’est bien“ es ist gut, Yves sagte es immer zu ihr, und ich sagte es immer und immer wieder C’est bien, C’est bien , bis sie für immer eingeschlafen hat.
Apatschi beim Schafe hüten – das wir ihr Geburtstagsgeschenk zum 12. Geburtstag
APATSCHI Thekoma du Val de Saynans 06.10 2002 – 19.06 2015
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Für alle die meiner Apatschi noch ein paar Zeilen hinterlassen möchten, bitten wir das per Mail zu tun unter: petra@dmds.at
Wir hoffen dass viele Kerzen für Apatschi brennen werden damit sie weiß wie viele Menschen sie mochten, und sie sieht was für ein besonderer Hund sie war!
