Gestern am 16.Mai – musste ich das letzte meiner „alten Bärchen“ gehen lassen… und es ging wieder ein Stück von mir mit!
Gentille meine Graumaus – immer schlimm und Blödsinn im Kopf
Die alte Generation ist nun Geschichte. Die vielen wundervollen Erinnerungen der letzten 24 Jahre, werden in meinen Herzen bleiben. Mit Gentille ist nun auch mein letztes Bärli das nicht hier am Berg geboren ist gegangen.
Eigentlich warteten wir auf neues Leben, denn Intschu trägt Welpen im Bauch, so nah liegen der Tod und die Geburt zusammen – viel zu nah! So habe ich gestern zu Intschu gesagt:“ Bitte Intschu warte wenigstens noch einen Tag“. Intschu Tschuna hat mir noch nie einen Wunsch abgeschlagen und sie hat gewartet!
Mit jedem meiner Bärlis das gehen musste ging ein Teil von mir, und es nimmt etwas von mir mit. Wenn man so viele seiner geliebten Kinder sterben sieht, dann verletzt es die Seele, schon lange frage ich nicht mehr nach dem „warum?“, die Sprache verstummt, gezeichnet durch den Schmerz dieser Erfahrungen, frage ich mich nicht mehr was ich daraus lernen soll. Nein der Sinn der kann keine harte Prüfung sein, zuzusehen wie Welpen sterben, meine geliebten Hunde gehen müssen. Ich bin zu müde, und es sind zu viele Narben in meinen Herzen.
Gentille hätte in 11 Tagen ihren 14. Geburtstag gefeiert, und ich hoffte so dass sie so alt wie ihre Mama Chantal wird 16 Jahre und 3 Monate – aber es sollte nicht sein.
Zu Mittag hat sie mir noch das Lungenstangerl aus der Hand gerissen, und Nachmittag wollte sie nicht mit raus, es stürmte ihr zu sehr. Am Abend sagte ich komm jetzt gehst du aber mal raus Lacky machen, sie lag so friedlich und entspannt wie immer und dann sah ich das sie nicht mehr atmete, sie ist eingeschlafen für immer. Die Hunde lagen neben ihr und waren weder traurig noch aufgeregt. Ich sagte – es ist ok, sie ist jetzt wieder bei ihrer geliebten Chantal.
Jetzt muss ich damit leben dass keiner mehr bellt wenn ich die Futtertonne öffne, kein raus drängeln und mich von der Tür wegschupfen, immer warst du vor mir draußen, nie konntest du warten.
Wie oft hab ich mit dir geschimpft als du deine Söhne beim vorbei laufen gezwickt hast, und ihnen Büschel voll Fell ausgerissen hast. Bis zu Letzt hast du dich geärgert weil du nicht mehr so schnell hinter her kamst.
Unzertrennlich Gentille und Chantal – eine Liebe bis ans Ende und darüber hinaus!
Ich hatte solche Angst als Chantal gehen musste dass ich dich verliere, denn diese innige Mutter Tochter Beziehung hatte keiner meiner Hunde. Und ich war heil froh, als ich sah dass du dich an deine Söhne klammerst. Sie haben es genossen wieder die Ohrli geputzt zu bekommen.
Und es tut mir noch immer leid dass ich dich so lange nicht Mama sein ließ weil du für mich immer Chantal´s Baby warst. 5 Jahren alt musstest du werden, bis ich dich als Erwachsen sah. Dabei warst du eine wundervolle Mutter auch wenn du mit Chantal deine Wurfkiste geteilt hast und sie dir bei deiner Arbeit geholfen hat.
Gentille mit ihren Babys und Oma Chantal – wir musten eine größere Wurfkiste bauen
Du warst so liebevoll und bemüht alles richtig zu machen! Weil du mit 5 erst deinen ersten Wurf hattest gingen sich nur zwei Würfe aus, bis ich dich wieder in Pension schickte. Aber bei deinem 2.Wurf hast du mit Vakanda Chante DMDS mein erfolgreichstes Arbeitsbärli der DMDS Linie zur Welt gebracht. Du hast viel beigetragen zur DMDS Geschichte – damals als heute und in alle Ewigkeit wirst du auf den Ahnentafeln der DMDS Bären stehen und jeder der dich gekannt hat wird die Geschichte erzählen von einem wundervollen liebenswerten Hund.
Danke für das wunderbarste Geschenk das du mir gemacht hast meine Putzbären, Mohawk, Petit Cochise und Napanee die wundervollen Rüden denen du dein goldenes Wesen weitergegeben hast, tragen deine Gene – und in ihnen lebst du weiter.
So lange bist du in Chantals Schatten gestanden, umso bewusster wurde es mir dass „du“ es warst der sie weiterleben ließ. Ich sah euch immer beide, und es gibt auch nicht viele Fotos wo ihr getrennt drauf seid.
Danke für diese wundervollen Jahre mein Graubärli du fehlst mir, alles was mich jetzt noch tröstet ist dass ihr wieder zusammen seid – du und deine Mama Chantal und meine „Alten“.
Es ist eine alte Tradition der DMDS Familie das wir eine Kerze anzünden um unseren Bärchen den Weg in die ewigen Weiten zu leuchten.
Für alle die nun für Gentille eine Kerze anzünden möchten, denen möchte ich herzlichst Danken,
natürlich könnt ihr uns auch ein paar Worte mitteilen wie immer unter petra@dmds.at
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Ich bitte um Verständnis dass unsere Tore jetzt für 14 Tage geschlossen sind, all meine Kraft brauche ich jetzt für Intschu und ihre Welpen und meine Bärlis!
Meine Sprache ist verstummt und ich bin jetzt weiß Gott kein guter Unterhalter. Jetzt sitze ich erst mal mit meinen Bären auf der Wiese und die Stille ist mein bester Freund!

