Gui k´ate unser schlafende Wolf ist in die ewigen Weiten gezogen.

Helmuts starke Bärin hat viel mitgenommen … eine der letzten Krieger … das Blut der alten Bären.

Das war das letzte Foto – niemals hätte ich mir gedacht dass ich keine Möglichkeit mehr haben werde.

Gui mit den Welpen von Ichoni und Tonkawa

Danke Tonkawa und Ichoni sie war so selig noch zu den Welpen zu dürfen, da sie selbst nie eigene haben konnte.

Sie war ein echtes Napanee Kind niemals einen Schritt zurück! Die stärksten Hunde hat sie in Sekunden auf den Rücken gelegt und war dann auch genauso schnell wieder freundlich. Stets war sie der Therapie Hund für Hunde die keine Regeln kannten. So oft trafen wir Leute die meinten Achtung meiner ist sehr dominant, da schaute ich nur auf Gui und dann dachten Helmut und ich uns immer ja, ja die haben keine Ahnung, die meisten von diesen „gefährlichen“ Hunden haben sich gleich umfallen lassen.

Mit ihr an meiner Seite hatte ich niemals Angst. Sie war Helmuts Diensthund eine Hündin die immer selbstbewusst voraus ging, furchtlos und mit einer Freude für alles was man ihr lernte.

Sie hatte so eine Macht im Rudel, doch sie liebte Nashashuk, nie stellte sie sich über ihr, so oft hatte ich Angst wenn die beiden Napanee Töchter zusammen standen und keiner nahm seinen Blick weg, doch ein rufen und beide waren bei mir. Gui hatte so eine enorme Ausstrahlung, war ich mit ihr unterwegs wichen uns die meisten Hunde. Ich konnte mich immer auf sie verlassen sie gab mir immer Sicherheit wenn ich mit dem Rudel unterwegs war.

Beim Schafe hüten war sie wie ein Wolf und nach der ersten Prüfung haben wir entschlossen es sein zu lassen. Sie steckte ja alles weg und es war nicht möglich etwas zu finden von dem sie zurückwich, ja die gleiche Schwierigkeit wie bei Papa Napanee und Halbschwester Nashashuk es ist doch fest im Blut meiner alten Linie verankert.

Zu uns war sie immer liebevoll, auch wenn sie beim Spielen wild war, wir wussten wie wir mit ihr umgehen mussten. Ball spielen und Beute war ihre Lieblingsbeschäftigung.

Am Strand hat sie auch immer etwas gefunden das sie brauchen konnte und am allerschönsten fand sie, wenn man Steckis ins Meer oder in den See geworfen hat und sie die Beute wiederbringen konnte.

Mit den Katzen mussten wir allerdings immer aufpassen, einmal hat sie unseren Takchawee erwischt zum Glück ist er mit einem Schock davongekommen.

Auf der Rennbahn konnte sie dann endlich ihren Trieb freien Lauf lassen und auch vor dem Hundewagen oder Schlitten war sie Leader und führte das Rudel. Sie liebte es zu laufen!

Aber ich denke am glücklichsten war sie doch mit Helmut auf der Streife.

Wir haben so viel zusammen erlebt und sie machte uns immer nur Freude sie war ein Traumhund!

Leider hatte sie sehr früh eine Gebärmutterentzündung bekommen die zwar schnell wieder gut wurde, aber wir hatten uns damals entschieden das wir deshalb keinen Wurf machen werden. Das Risiko wollten wir nicht eingehen. Und so gab es leider keinen Gui Nachwuchs, aber ganz ehrlich hätten wir auch keine 10 Familien gefunden die mit solchen starken Hunden umgehen hätten können. Das haben uns ja schon unsere Napanee Kinder gezeigt und wollten wir auf keinen Fall wiederholen.

Gui k´ate hatte eine große Aufgabe wohl die schwierigste im Rudel – sie war ein Geschenk der DMDS Familie als damals Helmuts Cherokee starb und gleich drauf sein Jafet – unsere Leute meinten es ist Zeit das Helmut wieder SEINEN Hund an seiner Seite hat und wir hatten gerade einen Wurf es sollte also einer bleiben und bei der Weihnachtsfeier wurde verkündet das der Welpe den er immer wieder zu sich holte bei ihm bleiben wird. Eine gelungene Überraschung, weil er dachte alle haben ihre Plätze. Klar war sie nie ein Ersatz für seinen Cherokee aber sie hat ihn in dieser sehr schweren Zeit sehr geholfen über den Schmerz hin weg zu kommen. Und sie hat ihre Aufgabe perfekt gemacht, immer war sie neben ihn und hat um Liebe gebettelt er konnte also gar nicht anders.

Es war alles wie immer, wie jeden Tag sie lief mit dem Rudel ich kickte einen Ball … und sie war nicht dabei da wusste ich es stimmt was nicht. Schaute sie mir genau an – Nichts? Abends dann hat sie nur den geriebenen Käse vom Futter geschleckt und da sagte ich dann zu Helmut schau das sie neben dir bleibt und beobachte sie, da hat sie dann mit ihm gejausnet und alle möglichen Leckereien gespeist. Dosenfutter gefressen und von Extrawurst bis Hundewurst war ihr alles recht. Am nächsten Tag stand sie dann im Hundepool und wollte nicht raus. Ich habe sie gerufen sie schaute mich an und kam nicht. Ich wusste was es bedeutet! Das selbe hatten wir schon Mal bei Petit Cochise! Sie wollte sich kühlen! Ich rannte zu ihr schaute auf ihre Schleimhäute und sagte Helmut fahr los zu Dr. ..!

Die Befürchtung hat sich bestätigt – war wohl ein Tumor – Ultraschallgerät funktionierte nicht aber die Nadel war voll mit Blut! Wir konnten sie nicht gleich operieren das hätte ihr Kreislauf nicht geschafft und die Blutung musste zuerst gestoppt werden! Nach der Behandlung also wieder nach Hause und abwarten ob die Spritzen wirken. Und zum Glück – so wie bei Petit Cochise der danach gleich wieder mit dem Ball ankam war auch Gui schnell wieder lustig und fit.

Angenommen haben wir das sie Samstag operiert werden würde … den Freitag ging es ihr super! Sie hatte so eine Freude mit den Welpen, hat wieder gefressen und Leckerlis gebettelt als gebe es kein Morgen und hat sich den Bauch vollgegessen. Und dann meinte unser Tierarzt noch mal Spritze und Montag OP! Ich habe das überhaupt nicht verstanden? Auf was warten? Raus mit der Milz wie bei Cochise und fertig! Ausnutzen das es ihr so gut geht!

Sonntagvormittag hat sie dann noch Welpendienst gemacht während Ichoni von Gabor und Adrian gebürstet wurde und am Nachmittag hat sie ihr Ohr gefressen und dann auch noch Tonkawas Schweineohr genommen ich traute meinen Augen nicht und war schon startbereit – doch Tonkawa ließ es ihr und sie legte sich frech neben ihn und hat ihr zweites Ohr gefressen. Ich habe dann Tonkawa noch eines rausgebracht und mich echt gewundert das er das duldete. Jetzt weiß ich warum! Er hat es schon gewusst, auch Ichoni und das Rudel.

2 Stunden später war sie nicht mehr dieselbe, sie legte sich ins Wohnzimmer und stand nicht mehr auf, kein Leckerli mehr nicht mal Extrawurst. Die Schleimhäute wieder weiß. Dr. …. nicht erreichbar und alle Tierärzte hier wegen Corona ausgefallen, sogar die – die Notdienst hatten! Dann endlich einen gefunden der sich nicht drüber traute und dann eeeendlich einer der sagte ok wir sollen kommen! Wir haben sie auf eine Decke gelegt um sie rauszutragen .. ich zog mir die Schuhe an und Helmut sagte.. komm her wir brauchen nicht mehr fahren … es ging so schnell wir legten uns zu ihr auf den Boden und konnten uns nur noch verabschieden.

Ich will hier nicht schreiben was uns durch den Kopf ging aber es kann sich jeder denken!

Sie ist zu Hause in ihrem Rudel gegangen wir waren alle bei ihr … vielleicht war es ihr Wunsch, weil sie wusste, dass die Zeit gekommen war? Vielleicht wollte sie die OP nicht mehr weil es keinen Sinn gehabt hätte? Nichts passiert um sonst ….

Es war Helmuts Geburtstag! Niemals wird er diesen Tag vergessen.

Sie wäre im Oktober 10 Jahre alt geworden. Normal ruft immer Helmut das Tierkrematorium an , diesmal musste ich es tun … er konnte es nicht!

Manchmal bin ich meinem Himmelsrudel so nah … an diesem Tag war es so – als ob sie alle um uns waren.

Danke Gui k´ate für deine Bemühungen immer alles richtig zu machen uns immer zu gefallen. Danke für diese wundervollen Jahre mit dir an unserer Seite, du wirst unvergessen bleiben.

Unser wundervolles Indianermädchen das immer mehr wie ein Rüde war.

Du hast dich in Helmuts Herz gekämpft und jetzt kämpft er mit gebrochenen Herzen und trauert um SEINEN Hund!

Er hat nicht gesagt „unser“ er sagte „mein Hund“!

Heute brennt im Bärenwald eine Kerze für unseren „schlafenden Wolf “ das Himmelsrudel hat eine starke Hündin bekommen – Intschu und Napanee haben ihre Tochter wieder.

Die Fotos machte ich zu Mittag – da wo das Leben noch in Ordnung war!

Gui k´ate bei den Kleinen

kuscheln mit den Babys

so glücklich dass sie Welpen hüten darf

zufrieden

stolz

mit den Kleinen schlafen

ein bisschen Mami sein!

die Kleinen fühlten sich sofort wohl bei ihr und sie genoss es in vollen Zügen

Gui und die 8 Putzis von Tonkawa und Ichoni

So nah liegen das Leben und der Tod – die einen haben das ganzen Leben noch vor sich – und für den anderen ist der Abschied alles was bleibt.

Mani wastete yo e´ peta-o-zanzan

Alles Glück für deinen Weg, die Kerzen werden ihn dir erleuchten!

D A N K E  Gui k´ate

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