Hüte Turnier mit dem italienischen Richter Gianni Canopoli – voller Erfolg!

Wir waren beim 1.Circle-C Hüte Cup 2010!

Leider hat uns diesmal unsere Opitou einen Strich durch die Rechnung gemacht, eigentlich sollten die Welpen bis zum 1.April da sein und das Wochenende sollte meine Mutti Babydienst haben. Doch Opitou ließ sich Zeit und dachte gar nicht daran Ostern ohne uns zu verbringen, klar ist es angenehm wenn Frauli neben der Wurfkiste sitzt so hielt sie es bis zum Ostersonntag aus und früh morgens brachte sie  ihre Osterbären zur Welt.  In der Zwischenzeit übten alle Seminarteilnehmer 2 Tage lang mit Gianni Canopoli .Montagmorgen übernahm dann meine Mutter und wir starteten zum Cup. Als ich sah dass die Italiener wohl etwas anders Schafe hüten als wir machte ich mir Sorgen wie wir das hinbekommen werden. Nichts von all den Übungen die wir bei der Prüfung hatten war dabei, alles volles Neuland für uns. Zum Beispiel durften die Hunde nicht ins Pen zum Schafe holen wie sonst sie mussten vor dem Tor abgelegt werden dann musste man das Tor aufmachen Hund nach hinten außer halb des Pens schicken  und er musste hinter halb des Zauns Druck machen bis die Herde draußen war. Dann gab es auf der Wiese einen langen ,langen Strich Gianni erklärte uns das ist ein Blumengarten dahinter eine böse Frau die kein Schaf in Ihren Garten sehen will, die Herde muss ganz nahe neben der Linie getrieben werden, um so näher um so mehr Punkte um so weiter weg um so schlechter. Wir mussten, durch Zick Zack und Slalom und neben dem Y vorbei nicht durch wie die Schafe es gewöhnt sind – sondern neben Zaun und Y – was für Hund und Schaf neu war. Und er wollte alle Schafe an einem Markierten Punkt haben wo der Hund liegt und wir ein Schaf aus der Herde wegziehen müssen und dann auf sein Ok wieder zur Herde laufen lassen. Der Hund darf sich während dessen nicht bewegen. Da war dann das einpferchen die leichterste Aufgabe! Die Schafe wurden in Hänger verlanden und auf Stabilisieren und Shedding wurde besonders geachtet. Der Richter legte darauf Wert dass der Hund jederzeit abrufbar ist und der Schäfer immer die volle Kontrolle über den Hund hat. So wollte er auch den Richtungswechsel zwischen Hund und Schäfer sehen und verlangte eine Übung wo man sich um die Herde im Kreis bewegt um zu sehen ob der Hund seine Position automatisch ändert.

Es war sehr lehrreich und interessant. Und auch für die Hunde war es einmal etwas anderes, hat echt Spaß gemacht!

Shishina war Punktegleich mit dem 3.Platz – nur 2 Hunde aus allen Startern erhielten beim Slalom volle Punktezahl 20 Punkte von 20 Punkten – unsere Shishina war eine davon!

Apatschi machte den 5.Platz und erhielt beim Re- Pen 10 Punkte von 10 Punkten!

Intschu Tschuna erreichte den 8.Platz – hatte diesmal Schwierigkeiten die Herde aus dem Pen zu bekommen Druck durch den Zaun zu machen war für sie neu und ein Schäfchen ist über Linie getreten.

Und mein Cheveyo machte den 11.Platz – Frauli ist so stolz – und auch der freundliche aber strenge Italiener sagte dieser Hund ist sehr schwer zu führen er macht zu viel Druck auf die Herde aber er ist immer im Gehorsam gewesen und somit haben wir den Cup geschafft – am meisten Punkte ließen wir beim Slalom liegen denn bei 4 Stangen lief immer ein Schaf neben vorbei –  das kostet 8 Punkte Abzug! Besonders stolz war ich als ich ein Schaf an den Hinterbeinen aus der Herde ziehen musste und es von der Herde wegbrachte um es dann wieder loszulassen und das Schaf zur Herde lief – in dieser Zeit bewegte sich Cheveyo nicht einmal!!!

Ich werde sehr oft gefragt ob die Schafe denn einfach so mit dem Menschen mit gehen?
Nein! Ohne dass der Hund hinten die Herde treibt bewegen sich Schafe keinen Meter.
Die einzige Methode ein Schaf dort hinzubewegen wo man es haben möchte ist der Zug an den Hinterläufen, oder der Hütestab in dem man den Hacken am Hals einhängt dies geht aber auch nur um eines kurz aus der Herde zu ziehen. Da kann man sie anleinen und ziehen nichts zu machen wenn Schafe nicht wollen sind sie sturer als Esel. Überhaupt wenn sie gerade grasen oder in den Stall wollen dafür gibt es dann ausgebildete Hütehunde.

Schafe merken auch sofort ob ein Hund hüten kann oder nicht – kommt zu wenig Druck stellen sich die Schafe. Oder sie lassen sich bei dem was sie tun nicht stören und ignorieren den Hund – ich habe auch schon Schafe gesehen die sich hinlegen und nicht mehr aufstehen.

Ich persönlich mag die dominanten Schafe lieber als die schnellen scheuen die sofort lös düsen, denn unsere Briards machen Druck genug um die Schafe zu bewegen und wenn die ganze Herde aufgescheucht umherläuft dann muss man ruhig bleiben um den Hund vom Level zu bringen umso aufgedrehter der Hund , umso ruhiger muss man werden – eine sehr schwere Aufgabe es erfordert Fingerspitzengefühl um die richtige Mischung für jeden Hund zu finden.

Dabei ist die Unterordnung einer der wichtigsten Punkte beim Hüten – der Hund muss immer unter Kontrolle sein, der Hundeführer muss seinen Hund jederzeit abrufen können und auf Platz ablegen, das sind die Grundvoraussetzungen beim Hüten. Was allerdings zeigt dass diese Hunde eine extrem gute UO besitzen, die Herde ist eine enorme Ablenkung – jeder der seinen Hund in so einer Situation unter Kontrolle hat kann stolz sein!

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