Hüte Camp Ungarn

Die letzten Tage des Jahres haben wir in Ungarn verbracht.

Gabi hat für uns ein Hüte Camp organisiert und es war einfach ein Traum! Danke Gabi!

Auf der Reise dorthin begleiteten uns Falken, ich habe schon lange nicht mehr so viele gesehen.
Die Landschaft ist einfach ein Traum, ich liebe diese unendlichen Weiten.
Bei uns sieht man solche häuserleeren Gegenden nicht mehr, wir haben viele Füchse und unzählige Rehe gesehen.
Die Landschaft wirkt rau und doch erwärmt es einen das Herz. 
Diese endlosen Wiesen die haben mich schon immer berührt.

Kaum angekommen musste ich den Hunden diese Freiheit zeigen, ich stand nur da und genoss es wie sie über die Weiden fegten.

Aber wir sind natürlich zum Schafe hüten gekommen, eine Herde von 115 Schafen wartete auf uns.  
Viele Mutterschafe die kurz vor dem Werfen waren und genau als wir ankamen wurden 2 Lämmchen geboren, am liebsten hätte ich sie gleich mit genommen.

Gleich nach dem Frühstück ging es auf die Weide und dort waren wir bis es dunkel wurde.
Wir haben viel gelernt, und wir hatten mächtig Spaß!
Aber das schönste war das Gelände  so weit das Auge reicht Weiden, keine Zäune einfach nur Freiheit!

Wir verbrachten 4 glückliche Tage mit unseren Hunden, die Augen strahlten schon frühmorgens wenn die Tür aufging und die Bärlis die Wiesen sahen,  die Morgenrunde durchs Paradies, sie rannten über die Hügel rauf und runter und entdeckten immer neue Wege.

Am nächsten Tag reiste Uschi mit Ihrer Momo an, die auch 3 Tage mit uns gehütet haben.
Sie begleitete mich morgens vor dem Frühstück schon bei den Spaziergängen. Ich musste schmunzeln als  Momo vor Begeisterung umdrehte zu Uschi rannte und sie vor Freude stupste dieser Blick sagte Danke, und ging mir durch und durch. Uschi sagte mir wenn Ihr etwas besonders gefällt dann kommt sie immer Danke sagen. Ich dachte nur mein Cheveyo macht das. Und spürte sofort dass diese Bindung zwischen Uschi und Momo auch eine ganz besondere ist.

Abends machte Helmut immer ein Lagerfeuer, und wir saßen noch zusammen und plauderten, die Hunde spielten im Monden schein  und Frauli stand oft mit der Taschenlampe um ihre Schäfchen zu zählen. Alle da! Brave Bärlis! Zum Essen und Ohrli knabbern kamen dann alle ans Stake Out und man sah wie einer nach dem anderen mit der Müdigkeit kämpfte, rein in die Bettchen auf die Deckchen wie es für Hüt(t)ehunde gehört. Und auch wir haben gut geschlafen, die frische Luft und die Bewegung machen müde.

Gabi hat uns mit ungarischen traditionellen Gerichten verwöhnt, und ihr glaubt es sicher nicht aber ich habe sogar Fleisch gegessen! Es gab Spezialitäten vom Ungarischen Steppenrind Szilaj. Und wie ihr alle wisst trinke ich ja auch keinen Tropfen Alkohol, aber in Ungarn ist alles anders! Petra hat ungarischen Rotwein getrunken! Und es gibt ein Video, wo wir dann mit Plastikschäfchen Theorie machen und das in Englisch! Ich weiß auf You Tube würde es für Massenklicks sorgen, aber ich hoffe dass ich Helmut noch überreden kann, dieses zu löschen, er hat es auf seinem Handy festgehalten.

Auch das Frühstück war Spitzenklasse mit Eiern und allem was das Herz begehrt und Leberstreichwurst für Schlunzi.
Beim Essen gab es immer etwas für die Hunde, ich war so froh, denn es gibt ja Leute die beleidigt sind wenn man den Hunden etwas vom Teller gibt. Meine bekommen ja immer etwas, und ich habe mir schon Biscrokskeksi und Lungenstangerl mit zum Essen genommen damit ich ihnen was geben kann, dann kam Gabi mit Frankfurter, Wurst und Käse und teilte aus, ich war begeistert!
Die Bärlis fühlten sich  gleich wie zuhause. Chevy und Momo teilten auch sofort ihr Bett mit Border Omega  und sogar die Hundekeksi, aber wenn man dafür Fleischi und Co bekommt dann teilt man gerne.

Wir waren auch bei den ungarischen Wildpferden die auch auf diesem Anwesen stehen, und natürlich mussten wir reiten, ich ohne Sattel und nur mit einer Schnur, ohje aber man will ja kein Spielverderber sein! Helmut hatte mit dieser Art zu reiten keine Probleme und auch Uschi war voll mutig!

Das Hüte Training war spitze! Wir übten, Outruns, überquerten Wege, lernten neue Methoden und lernten bei Personen die im Weg stehen vorbei treiben.  Und wie man sich vor bösen Zackelschafen die Hunde angreifen schützt! Nur Spaß! Gui k´ate „Helmuts Wildfang“ hat ein paar ganz schöne abgefangen weil sie in die Herde  preschte und da kennen die Zackelböcke keinen Spaß! 

Gui wurde richtig böse doch jetzt ist die Sache geklärt, Gabi hat kurz übernommen und sagte danach – Gui k áte ist super! Sie wird ein guter Herdingdog! Bei dem Temperament braucht man einen schnell handelnden Hirten.
Chevy und Yukon  haben wieder eine neue Übung dazu gelernt und Intschu machte Traum Outruns! Shishina kreiste diesmal gar nicht und hatte keinen Stress!
Cochoumee war sehr lustig und hatte besonders Freude daran mir immer die Schafe zu bringen auch wenn ich sie nicht haben wollte.
Opitou und Apatschi kläfften wieder vor Übermut, und Momo marschierte mit ihren Schafen als wäre es ihre Lebensaufgabe, auch wenn sie nicht dran war, die Schäfchen ließ sie nie aus den Augen und zwischen durch war sie unterwegs und veränderte ihre Position in der sie besser zur Herde sah.

 

Video Cheveyo beim Auspferchen – das nennt man „Auge“

Er fixiert sie dabei mit seinen Augen und pirscht sich langsam an.

Man sieht wie sich die Schafe im Pen mit Ihm mit drehen obwohl der Border Collie am Tor steht. Und wie schnell sie zum Hirten zum Ausgang drängen.

Chevy macht so enormen Druck auf die Herde dass die Schäfchen alleine durch seine Anwesenheit hinter dem Pen sofort zum Hirten kommen. Nicht alle Hunde haben es so einfach die Schäfchen aus dem Pferch zu bekommen.

Die Fotos von den Hütebärlis:

Bitte einfach blättern!


Es waren wundervolle  Tage!
Danke Gabi für das gute Essen, das tolle Training, und die Gastfreundschaft wir haben uns bei dir sehr wohl gefühlt und hatten richtig Spaß!

Wir kommen bald wieder!

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